03 novembre 2015


Aneddoto vuole che l'idea abbia iniziato a prender forma l'anno scorso a Londra nel dopo-concerto del primo omaggio a Lindsay Cooper, quello al Barbican, con l'incontro dopo lungo tempo tra Alfred Harth e Chris Cutler. Con l'invito da parte del Jazzfestival Frankfurt - che voleva fortissimamente qualcosa per ricordare il debutto dei Cassiber trentatre anni fa proprio a Francoforte - l'ipotesi è diventata più che semplice speranza: HOPE, con Harth e Cutler, Kazuhisa Uchihashi e Mitsuru Nasuno. Il filmato integrale del loro concerto sabato scorso alla Sendesaal des Hessischen Rundfunks è in archivio sul web presso Arte.

Bis heute hat sich die Musik von Cassiber etwas Verstörendes, Undomestizierbares bewahrt. Es sind Klangmanifeste der permanenten Unruhe. Als sich 1982 die drei Frankfurter Radikal-Phantasten Heiner Goebbels, Alfred Harth und Christoph Anders mit dem englischen Schlagzeuger Chris Cutler verbündeten, hatte sich ein Kollektiv aus musikalischen Querschlägern zusammen gefunden, das in Europa seinesgleichen suchte. In einer Zeit, in der tendenziell alle Klänge und musikalischen Materialien historisch wie geographisch verfügbar wurden, ging es den Vier um die strukturelle Genauigkeit ihrer Neuordnung. Sie entwarfen aufstörende Geräusch-Rätsel mit politischem Anspruch, zwischen ausuferndem Experiment und formallogischer Geschlossenheit changierend. Die zehn Jahre, 1982 – 1992, in denen Cassiber in Quartett-, später in Trio-Besetzung aktiv war, materialisierten sich in vier Studioalben und einem Live-Album. Zum 30-jährigen Bühnenjubiläum erschien eine opulente Box mit unveröffentlichtem Material und der Botschaft: Die Legende lebt!
Jetzt haben sich zwei der Gründungsmitglieder von Cassiber, Alfred 23 Harth und Chris Cutler, mit zwei japanischen Klangforschern, dem Gitarristen Kazuhisa Uchihashi und dem Bassisten Mitsuru Nasuno zusammengetan, um das Cassiber-Konzept unter den Bedingungen der Gegenwart noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Ihr neues Bandprojekt HOPE schreibt die Kollision der Genres fort und nutzt dabei die elektronischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

http://concert.arte.tv/de/hope-jazzfestival-frankfurt-2015
http://www.hr-online.de/website/specials/extended/index.jsp?startrubrik=57993