19 gennaio 2020


Tre giorni appena trascorsi al Pardon, To Tu di Varsavia, tre giorni da oggi al Cafe Oto londinese e poi altri tre all'Alter Schlachthof di Wels (Austria) a partire dal 23 gennaio: e ovunque ha sorprese per tutti il quartetto di Anthony Braxton - con Alexander Hawkins (piano), Neil Charles (basso) e Stephen Davies (batteria) - dedicato a classici, versioni celebri e standard, da Andrew Hill a Thelonious Monk a Paul Desmond. Eleanor Rigby e Bridge Over Troubled Water, perfino...

Seit über einem halben Jahrhundert gehört Anthony Braxton als Komponist, Multiinstrumentalist, Musiktheoretiker, Pädagoge, Mentor und Visionär zu den Schlüsselfiguren der zeitgenössischen, avantgardistischen Musik. Braxton selbst nennt seine Musik „creative music“, Werke, die gleichermaßen aus dem Jazz, der europäischen Kunstmusik und der Musik unterschiedlicher Weltkulturen Anregungen beziehen. Anthony Braxton ist seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als einer der herausragenden Komponisten der kreativen internationalen Musikszene bekannt. Außerdem gilt er auch als einer der besten und einzigartigesten Interpreten der Werke anderer Komponisten.

1945 in Chicago geboren, ist er als Komponist, Saxophonist und Multiinstrumentalist einer der großen Erneuerer und Avantgardisten des Jazz, wobei auch Komponisten wie Edgard Varèse, Iannis Xenakis, John Cage, Frederic Rzewski, Karlheinz Stockhausen oder Vinko Globokar auf seine Kompositionsverfahren eingewirkt haben. Braxton hat sich sowohl live als auch bereits auf Tonträger einige Male mit dem beschäftigt, was man heute als „Standards“ bezeichnen könnte. Dabei hat er sich das „Great American Songbook“ vorgenommen, aber auch Werke aus der Feder der führenden Komponisten und Interpreten des Jazz, eben Musiker wie Thelonious Monk, Charlie Parker, Warne Marsh, Andrew Hill, Lennie Tristano, John Coltrane, Wayne Shorter und viele andere mehr.

Diese Interpretationen von Standards sind dabei genauso farbenfroh wie Braxtons eigene Musik. Man vergleiche zum Beispiel die Herangehensweise seiner Band „Circle“ und das dabei 1971 entstandene Werk „No Greater Love“ mit den Melodien der Standards auf „Solo, Pisa“ von 1982. Oder die Version von „Ornothology“ mit seinen Kumpanen Tete Montoliu, Niels-Henning Orsted Pedersen und Tootie Heath („In The Tradition“ Band) mit der Version, die er im Duo mit George Lewis aufgenommen hat („Elements of Surprise“).

https://cafeoto.co.uk/events/anthony-braxton-standard-quartet
http://www.waschaecht.at/programm/detail/?event_id=918
https://airmail.news/issues/2020-1-11/hes-got-swing